Montag, 9. November 2009
Liebe Freunde und Verwandte, liebe Unbekannte,
wie verhält es sich mit der Kausalität? Was meinen Sie? Es heißt ja, wer A sagt, muss auch B sagen. Ist es eine Gleichung? D.h. muss derjenige, der B sagt, denn auch A sagen? Besteht diese Verpflichtung in die entgegengesetzte Richtung? Oder muss nicht vielmehr derjenige, der B sagt, C sagen? Was wäre demnach logisch und folgerichtig?
Ich muss Sie warnen, bevor Sie mir diese Frage beantworten, denken Sie gründlich nach. Denn es ist Tücke im Spiel. Dieses alte Sprichwort bedient die Neigung des Menschen, im Handeln stringent zu sein. Der Mensch strebt nach Folgerichtigkeit seines Handelns, weil es einerseits dem eigenen Sicherheitsempfinden dienlich ist, und andererseits beweist, dass er nicht verrückt ist. Selbst wenn das eigene Verhalten von außen betrachtet gar nicht stringent ist, wird es in der Innensicht als stringent empfunden. Niemand denkt gerne von sich selbst, dass die Schaltkreise seiner Leiterplatten durchgebrannt sind. Niemand hält sich selbst gerne für "unnormal". Es gibt natürlich Ausnahmen. Menschen, die sich darin gefallen, besonders ausgefallen zu sein bzw. besonders aufzufallen. Doch diese Menschen wollen wir bei unseren Überlegungen beiseite lassen. Diese Individuen sind nicht exemplarisch genug. Bzw. sie sind durchaus exemplarisch, nur für etwas anderes.
Ich möchte Ihnen heute, liebe Freunde und Verwandte, liebe Unbekannte, eine Hausaufgabe zur Verfügung stellen. Bzw. Sie können sie behalten und brauchen sie auch nicht zurück zu geben. Und diese Aufgabe lautet: Wer A sagt, muss nicht B sagen, wenn er erkannt hat, dass A nicht richtig ist. Denken Sie darüber nach. Wir sprechen sicherlich nochmal beim Bier darüber.





